Therapie - Jugendhilfe - Bildung, Berlin - TRIO Therapie-Jugendhilfe-Bildung Berlin

Trio e.V.
Therapie - Jugendhilfe - Bildung
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Teilstationäres Leistungsangebot nach § 27 in Verbindung mit § 35a SGB VIII

Die teilstationäre Jugendhilfeeinrichtung soll Jugendlichen und ihren Angehörigen die Möglichkeit eröffnen, Krisensituationen zu bewältigen, Achtsamkeit zu erlernen und mit der sich verändernden Persönlichkeit in der Adoleszenz umzugehen.

Die enge Zusammenarbeit der Bereiche Jugendhilfe, psychologischen Begleitung, Bildung Therapie sind unerlässlich, greifen ineinander und geben ein stabilisierendes Grundgerüst.

Die Jugendlichen leben weiterhin im gewohnten sozialen  Umfeld. Sie erlernen durch Be- und Entlastungsphasen sowie stabilisierenden sozialen Kontakten eine Tagesstruktur, die es ihnen ermöglicht, auch mit der Persönlichkeitsentwicklungsstörung eine adäquate Perspektive zu finden.

Die Arbeit der teilstationären Jugendhilfeeinrichtung wird durch Kooperationspartner in den Bereichen Schule, medizinische Versorgung, Therapie und Krisenintervention unterstützt.
 
Die Zielgruppe des Therapeutischen Jugendhilfe- und Bildungszentrums sind Jugendliche im Alter von 12 – 17 Jahren, die von einer seelischen Behinderung bedroht sind oder bei denen eine Beeinträchtigung ihrer Teilhabe am Leben in der Gesellschaft nach fachlicher Erkenntnis mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist (§ 35a Abs. 1 SGB VIII). Ihnen soll die Möglichkeit eröffnet werden:

  • Seelische Krisen zu überwinden,
  • Bildung durch individuelle Lernmethoden neu zu entdecken,
  • durch Musik, Sport, Handwerk oder Tiere Lust auf Freizeit zu entwickeln und
  • eine Perspektive zu finden.

Um seelische Störungen zu verhindern bzw. den Umgang mit seelischen/ psychischen Störungen zu erlernen, ist ein enges Zusammenwirken unserer Grundbausteine Jugendhilfe – Therapie - Bildung erforderlich. Die Einheit spiegelt sich in der Erstellung einer gemeinsamen Behandlungs- und Betreuungsplanung wieder. Diese Planung erfolgt individuell und ist auf die notwendigen Rahmenbedingungen für die spezielle Arbeit mit unterschiedlichen Störungen ausgerichtet:

  • psychische Erkrankungen und Persönlichkeits-/ Entwicklungsstörungen, psychosomatische Störungen, Doppeldiagnosen
  • Störungen der Gemeinschaftsfähigkeit der Kommunikation und der Interaktion (z. B. Autismus)
  • Angsterkrankungen, abnorme Ängste und soziale Isolation
  • Schulverweigerung, Schulangst und Schulphobie
  • mangelnde Selbstregulation, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, unruhiges und impulsives Verhalten
  • selbstverletzendes Verhalten
  • psychische Erkrankungen mit Störungen des Denkens, der Wahrnehmung und der Affektivität (z. B. bipolare Störungen, Schizophrenie)
  • Depression
  • Pubertäts- und Ablösekrisen
  • Zwanghaftes Verhalten, Tics.
Teilstationäres Leistungsangebot nach §§ 30/35 SGB VIII

Kinder und Jugendliche mit sozialen, emotionalen, kognitiven und/oder körperlichen Schwierigkeiten, die mit Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsrückständen einhergehen

  • Kinder und Jugendliche mit individuellen und/oder familiären Schwierigkeiten, die Unterstützung durch einen  sozialpädagogischen Beistand benötigen
  • Erziehungsberechtigte mit Kindern und Jugendlichen in Haushalts- und Lebensgemeinschaft, die Unterstützung und Begleitung in familiären und sozialen Belastungs- und Konfliktsituationen benötigen
  • Erziehungsberechtigte, bei denen eine grundsätzliche Mitwirkungsbereitschaft vorausgesetzt bzw. erwartet werden kann
  • Jugendliche in entwicklungsgefährdenden Lebenssituationen ohne oder mit gravierend beeinträchtigten Beziehungen zu Menschen ihres sozialen Umfeldes, die eine intensive Unterstützung durch eine sozialpädagogische Fachkraft benötigen
Teilstationäres Leistungsangebot nach § 30 SGB VIII

Das Leistungsangebot soll dem Jugendliche die Möglichkeit eröffnen, eine begleitete Überleitung von der teilstationären Jugendhilfemaßnahme des Therapeutischen Jugendhilfe- und Bildungszentrums (TJBZ) in eine weiterführende Schule, einer Berufsvorbereitung oder einer Ausbildung annehmen zu können, um die Nachhaltigkeit der bereits erhaltenen Leistung zu sichern.
    
Der Jugendliche war in den letzten Jahren/Monaten in der teilstationären Jugendhilfeeinrichtung des Trio Therapie-Jugendhilfe-Bildung e.V., dem Therapeutischen Jugendhilfe- und Bildungszentrum (TJBZ) angebunden. Er hat in einem strukturierten Rahmen seine Belastungssituationen bearbeitet, vermeidende Verhaltensweisen reduziert und sich auf den Weg der eigenen Handlungsfähigkeit begeben. Der Ablösungsprozess aus den strukturierten Rahmenbedingungen erfolgte durch die zunehmende Übernahme von Eigenverantwortung, dem Bewerbungstraining bzw. Gespräche und Festlegungen zur Perspektiventwicklung. Um den Übergang in weiterführende Bildungs- und Entwicklungsmaßnahmen zu sichern, wird die vorhandene tragfähige pädagogische Beziehung genutzt und Unterstützung bei der Bewältigung der Erschließung neuer sozialer Räume (z.B. Reintegration in die Herkunftsschule, berufsvorbereitendes Jahr, weiterführende Schule, Berufsausbildung) gegeben. Das schließt die Unterstützung, Begleitung, Beratung, Vermittlung, Motivierung oder ggf. Intervention sowie die gemeinsame und ressourcenorientierte Reflexion ein und ist ein wichtiger Meilenstein im Verselbständigungsprozess des Jugendlichen.
Teilstationäres Leistungsangebot nach § 35 SGB VIII

Das Leistungsangebot ist für Jugendliche, die aufgrund ihrer sozialen und/oder psychischen Beeinträchtigungen schrittweise an eine Bereitschaft zur Veränderung ihrer Situation und eine Gruppenintegration herangeführt werden müssen.
     
Der Jugendliche befindet sich in einer problembelasteten Lebenssituation, die dazu geführt hat, dass keine oder nur eine geringe soziale Integration vorliegt und eine Regelbeschulung nicht möglich ist. Er benötigt eine intensive Unterstützung zur sozialen Integration. Ziel ist der Beziehungsaufbau und die Stabilisierung, um unser teilstationäres Angebot des Therapeutischen Jugendhilfe- und Bildungszentrums annehmen zu können. Hierfür muss der Jugendliche kleinschrittig das Vertrauen zu einem Bezugsbetreuer gewinnen und über diesen einzelne Jugendliche kennen lernen, um dann stundenweise und mit intensive Begleitung in eine kleine Gruppe der Jugendlichen integriert zu werden.
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